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Frottierfabrik

Am 1.Mai 1900 wird der erste Frottierwebstuhl der jungen Firma installiert. Innerhalb weniger Jahre wird der Fabrikkomplex kontinuierlich erweitert. 1927 entstand das noch heute sehr imposante Hauptgebäude mit 2 großen Webhallen im Stil der neuen Moderne.  Das Unternehmen etablierte die Marke "Dressma", exportiert die Waren bis in die USA und beschäftigt um 1930 zirka 350 Angestellte. Das Produktportfolio der Firma umfasste hauptsächlich Frottierhandtücher, -teppiche und -bademäntel. Mit dem Kriegsjahr 1944 muss die Weberei ihre Produktion aber einstellen und die Fabrikhallen der Siemens-Schuckertwerke aus Berlin zur Produktion von kriegswichtigen Elektroartikeln bereitstellen.

Kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges geht es für die Firma D. & M. aber weiter. Als Reparationsbetrieb fertigt man vorwiegend für die sowjetische Besatzungsmacht. Ab 1960 wird das Unternehmen mit staatlicher Beteiligung weitergeführt und 1972 vollständig verstaatlicht.  Mit der Abwicklung der meisten Textilbetriebe der DDR im Jahr 1990 endet auch hier nach 90 Jahren die Webereitradition. Auch hier ist der Verfall, nach dem Einsturz des Daches, ziemlich weit fortgeschritten.

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