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Stasi bunker makers

The former alternative control point of the head of the district administration for state security in Leipzig is well camouflaged in the local recreation area Lübschützer Teiche with Machern. The property was disguised as a vacation facility of VEB Wasserversorgung Leipzig. In the middle of the complex, which consists of several buildings, is the bunker, which was built from 1968 to 1971 and whose entrance was camouflaged with a barrack. In the event of tension and mobilization, the Leipzig Stasi chief and his staff, a total of around 100 full-time employees, would have relocated their office from headquarters to Machern. The bunker is open to visitors every last weekend of the month from 1 p.m. to 4 p.m. and is part of the museum memorial in the “Runden Ecke” in Leipzig. The entire 5.2 hectare, listed site with all preserved buildings and systems as well as the 1,435 square meter bunker interior can be visited. The interior of the bunker was particularly interesting for me, because a few months ago I used a flashlight to explore the structurally identical but looted bunker of the Stasi district administration in Berlin, east of Berlin. In Machern, however, I was only able to get an idea of how such a bunker should work.

Bis 1943 war die reichste schlesische Familie, die von Hochbergs, Eigentümer des Schlosses. 1943 erfolgte eine Beschlagnahme durch den NS-Staat, der 1944 die Eigentumsübertragung an die Organisation Todt erzwang. Es liegt nahe, dass 1943 die Beschlagnahme wegen Landesverrates erfolgte, denn nach der Familienüberlieferung der Hochbergs war Hans Heinrich XVII., 4. Fürst von Pleß (1900–1984), bereits 1932 nach Großbritannien übergesiedelt, hatte dort später die britische Staatsangehörigkeit erhalten (wegen seiner englischen Mutter) und im Zivilschutz Dienst verrichtet, während sein Bruder Graf Alexander Hochberg sich der polnischen Armee anschloss. Zudem hatte die SS größtes Interesse am Schloss, um hier das Kellersystem im Rahmen des „Projektes Riese“ als Lager-, Aufenthalts- und Führungsort höherer Führungsstäbe auszubauen. Zwischenzeitlich diente das Schloss 1941 als Auslagerungsstätte wertvoller Bestände der Staatsbibliothek zu Berlin, unter anderem die Nachlässe Alexander von Humboldts. Im Ergebnis der Enteignung entstand hier nach Plänen des Architekten Hermann Giesler ein zentraler Punkt des Komplexes Riese das als weiteres Führerhauptquartier mit weiteren Standorten im Eulengebirge ausgebaut wurde. Ein Großteil der barocken Einrichtung wurde durch den Umbau zum Führerhauptquartier vernichtet.

Das Gangsystem mit einer Gesamtlänge von etwa 2 km unterhalb des Schlosses, das unter größter Geheimhaltung durch KZ-Häftlinge des KZ Groß-Rosen (Außenlager Riese) errichtet wurde, sollte dem Aufenthalt höherer und höchster Wehrmacht- und SS-Führer und als deren Kommandozentrale dienen. Eine Schmalspurbahn, die die Tunnel mit einem Abzweig der Bahnlinie bei Liebichau verband, wurde nach dem Krieg abgebrochen. Daher kommen auch die Erzählungen zum Goldzug der Breslauer Reichsbank in und um Fürstenstein. Für die Arbeiten wurden anfänglich italienische Militärinternierte eingesetzt, später Häftlinge des Arbeitslagers Riese, die in der Nähe des Schlosses untergebracht waren. Insgesamt wurden bei diesem Projekt etwa 3000 Zwangsarbeiter und Häftlinge eingesetzt. Nachdem Krieg plünderten die Russen das Schloss und schafften die wertvolle Bibliothek mit 63.000 Bänden nach Moskau.

Der unterirdische Rundgang führt durch Rohbaustollen und bereits betonierte halbfertige Gänge, die den Ausbauzustand im April 1945 darstellen. Die Führung ist in Polnisch, deutsche Gäste erhalten einen Audioguide. Zwischendurch werden kleine Filmchen gezeigt, die von den vielen Rätseln der Nazi-Geschichte um Waldenburg berichten. Das ist natürlich alles sehr touristisch, sollte man als Urbexer aber mitnehmen wenn man in der Gegend ist.  

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