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Hafen Leipzig-Lindenau

In einem Hafenbecken in Leipzig Lindenau befinden sich drei imposante Speichergebäude aus den dreißiger Jahren. Der Hafen wurde jedoch nie genutzt, da der geplante Anschluss an die Saale nie vollendet wurde. Das Projekt Elster-Saale-Kanal wurde in 1933 begonnen. Der Bau des Hafens 1938. Zunächst sollte der neue Hafen mit dem bestehenden Heinrich-Heine Kanal, einen ca. 4 km langen Kanals aus der Gründerzeit in Richtung Stadtzentrum, verbunden werden. Dann sollte der Kanal in Richtung Saale folgen und Leipzig an das mitteleuropäische Gewässernetz angeschlossen werden. Als 1943 die Arbeiten kriegsbedingt eingestellt werden mussten, waren bereits große Teile fertiggestellt. Der Durchstich zum Karl-Heine Kanal erfolgte erst 2015 im Rahmen eines touristischen Projekts. Von den mit 19 km geplanten Elster-Saale-Kanal waren bis 1943 auch schon 11 km fertig und geflutet. Es gibt aber keine Verbindung zum Hafen. Der Kanal, der bei Kreypau in die Saale münden sollte, endet in der Nähe von Günthersdorf (Sachsen-Anhalt). Zur Überwindung des Höhenunterschieds des Kanals zur Saale wurde damals mit den Arbeiten an einer riesigen Schleusentreppe mit zwei Schleusen bei Wüsteneutzsch begonnen. Bevor die nur 75 Meter lange Verbindung vom Hafen zum Elster-Saale-Kanal hergestellt werden kann, muss im Karl-Heine-Kanal südlich der Luisenbrücke ein Sperrwerk für Hoch- und Niedrigwasserfälle errichtet werden. Das wird noch einige Jahre dauern

In 1966 explodierte in einem der Lagerhäuser eine Ölmühle, was man auch heute noch gut von außen sehen kann. Bis in die 1990er Jahre wurden die bereits fertiggestellten Speicher- und Lagergebäude des Hafens genutzt. Seitdem verfallen, bis auf ein Speicher, die Gebäude auf dem fast 40 Hektar großen Gelände. Das Gelände steht unter Denkmalschutz. Das Ufergelände in Richtung Innenstadt wurde in den letzten Jahren bebaut und touristisch erschlossen.

Tipp:

Bei meinen Leipzig-Besuchen lasse ich hier oft das Auto stehen und fahre mit dem mit gebrachtem Fahrrad, entlang des schönen Karl-Heine Kanals durch Plagwitz und den Clara-Zetkin Park, in die Innenstadt. Empfehlenswert sind in Plagwitz auch kurze Abstecher zum Kunstkraftwerk und der alten Spinnerei.

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