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Die Luftschutzschule des Deutsche Reiches

Auf dem von Hermann Göring am 24.05.1939 pompös eingeweihten Areal wurden Luftschutzwarte aus dem ganzen Deutschen Reich geschult. Zur Tarnung wurde die Luftschutzschule nicht im Stil einer typischen Kaserne, sondern eher wie eine gediegene Wohnsiedlung gebaut. Bei den Planungen wurde auf die vorhandene Waldlandschaft Rücksicht genommen. Nur ein kasernentypischer Großbau – ein Hochbunker – wurde gebaut. Man verteilte auf dem weitläufigen Grundstück (490.000 m²) in locker gestreuter Form zweigeschossige Unterkünfte, Schul- und Hörsäle, Verwaltung und Garagen. Jedes Haus erhielt eine zurückhaltende Backsteinornamentik mit Gesimsbändern und vorragenden Backsteinbändern. Der Bunker zur Schulung der Luftschutzwarte steht noch heute auf dem Gelände, da ein Abriss zu teuer wäre. 1948, zur Zeit der Blockade, errichtete die Post einen Sendemast auf dem Bunker, der später durch den Nachfolger auf dem Schäferberg ersetzt wurde. Der Bunker diente 1948 als Funkleitstelle während der Luftbrücke und war deshalb von der regelmäßigen Stromsperre ausgeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete man in den unversehrt gebliebenen Bauten zunächst eine Heilanstalt für Tuberkulose-Kranke, die später zur Lungenklinik wurde. 2007 zog das Krankenhaus aus. Später waren hier Flüchtling untergebracht. Wegen Fledermäusen konnte das Objekt bisher nicht revitalisiert werden.

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