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Waggonaufzug

Im Rande der Stadt stand eine 1871 gegründete Hufnagelfabrik, von deren einst umfangreichen Fabrikgebäuden haben sich nur ein Waggonaufzug und der Schornstein der Fabrik erhalten. 1971 wurde das VEB Nagel- und Drahtziehwerk stillgelegt und damit auch der Waggonaufzug, der aber bis heute als technisches Denkmal erhalten ist. Waggonaufzüge sind sehr seltene technische Einrichtungen, da sie für den reibungslosen Betriebsablauf einer Eisenbahn zu langsam sind. Er wurde 1906 bei Borsig in Berlin entworfen, 1908 erfolgte die Betriebsübergabe. Die Hebebühne war laut Literatur nur für einen Waggon mit einem maximalen Gesamtgewicht von 30 t ausgelegt, der Höhenunterschied zwischen den beiden Plattformen beträgt etwa 6 Meter. Das Gerüst besteht aus Stahlfachwerk im Aufzugsteil und einer kurzen Stahlbrücke zum Anschluss an den oberen Teil des Hanges. Der Transfer eines Güterwagens talwärts dauerte fünf Minuten, umgekehrt fünfzehn Minuten. Der Transport der Waggons erfolgte auf dem Werksgelände mittels Pferden und Seilen. Der Bahnanschluss war über ein Anschlussgleis zum nächsten Hauptbahnhof gewährleistet.

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