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Berghofbunker

Unter dem Gasthof zum Türken am Obersalzberg befindet sich ein bedeutender Teil des dortigen, weitverzweigten unterirdischen Bunkersystems, das ab 1943 als bombensicheres Hauptquartier für die NS-Führung ausgebaut wurde. Wir haben den heute nicht mehr zugänglichen Bunker bereits 1996 besucht.  Daher hat das Video keine allzu gute Qualität.
Bei der Anlage unter dem Gasthof handelt es sich um den RSD- und SS-Bunker (Sicherheitsbunker).  Der Gasthof selbst wurde während der NS-Zeit enteignet und vom Reichssicherheitsdienst (RSD) sowie Einheiten der SS und Gestapo genutzt, die für Hitlers Personenschutz zuständig waren. Der direkt darunter liegende Bunker diente diesen Sicherheitskräften als bombensichere Kaserne, Gefechtsstand und Zufluchtsort.
Das System unter dem Hotel war kein isolierter Schutzraum, sondern über tiefe Stollen direkt mit dem restlichen Obersalzberg-Netzwerk verbunden. Von den Stollen unter dem "Türken" führte ein unterirdischer Gang direkt zum benachbarten Berghof (Hitlers Wohnhaus) bzw. dem dortigen "Führerbunker" sowie zum Bunker von Martin Bormann.
Der Bunker hatte folgende Besonderheiten:
        ◦ Maschinengewehr-Kasematten: Der Bunker verfügt über unterirdische Schießstände und Verteidigungspositionen, die mit                  Schießscharten den Zugang und die Notausgänge sichern sollten.
        ◦ Arrestzellen: Es sind auch unterirdische Zellenräume (oft als "Zellen des RSD" bezeichnet) im Originalzustand erhalten.
        ◦ Spreng- und Beschädigungsspuren: An den Zugängen zu den Nachbarbunkern (wie dem Berghof-System) sieht man noch                  heute massive Betonversperrungen. Diese wurden nach dem Krieg absichtlich gesprengt oder zugemauert, um die

          unterirdischen Komplexe voneinander zu trennen.

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