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Wechselgefechtsstand des Kommandos der Landstreitkräfte der NVA

Errichtet wurde dieses Schutzbauwerk von Juni 1987 bis Juni 1990, mit Baukosten von rund 17,1 Millionen DDR Mark. Der Bunker war als Wechselgefechtsstand des Kommandos der Landstreitkräfte der NVA (Kdo LaSK) konzipiert. Er trug die Objektbezeichnung 17/8850 – HNZ-40 und war ein Prototyp für geplante Bunkerneubauten der Bezirkseinsatzleitungen. Die Anlage war zweietagig, monolithisch gebaut, mit einer Schutzklasse D (E) und einer Nutzfläche von 1124 m². Zur Ausstattung gehörten eine Netzersatzanlage mit 180 kVA, 4700 Liter Vorratstank, 15 Meter langer Zugangstunnel, und eine über 1 Meter dicke Zerschellschicht zur Explosionserdämpfung. Der Bunker wurde nie vollständig in Betrieb genommen, da die politische Wende 1989/90 seine Nutzung verhinderte. Er war auch geplant als Ausweichführungsstelle für die Oberbefehlshaber der NVA-Landstreitkräfte, General Stechbarth, der eigentlich in Potsdam-Geltow saß. Von hieraus sollte im Ernstfall die Eroberung West-Berlin geführt werden. Mit einer Kapazität für bis zu 200 Personen, darunter der Befehlsstab und Nachrichtenspezialisten, verfügte der Bunker über umfangreiche technische und organisatorische Einrichtungen für den Führungsbetrieb. 1993 wurde die Anlage von der Bundeswehr aufgegeben und 1995 durch Brandstiftung teilweise zerstört. Irgendwelche Idioten setzten den riesigen Schiffsdieselmotor in Brand. 2005 wurde der Bunker verschlossen und übererdet. 2025 wurde er wieder frei gelegt.

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