1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

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Kulturpalast in Jermuk
Am Rande der einstmals prosperierenden Kurstadt Jermuk erstreckt sich das ehemalige Kultur- und Sportzentrum. Die aus dem 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Kurstadt, hat seit der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 und infolge der Wirtschaftskrise Armeniens nach der Unabhängigkeit, mit einem massiven Einwohnerrückgang zu kämpfen. 1969 begann der Bau des Kulturpalastes, der vom renommierten Architekten Martin Mikayelyan entworfen wurde. Der ursprüngliche Plan sah einen Saal mit 800 Sitzplätzen, ein Schwimmbad, einen Clubbibliothekskomplex und ein Café vor. Die Fertigstellung des Gebäudes mit seinen reichhaltigen Innenräumen, Skulpturen und dekorativen Pools dauerte 17 Jahre und zog sich bis 1986 hin. Beim betreten der riesigen Eingangshalle zierten 12 Gipsstaturen sowjetischer Musiker, Schriftsteller und Maler die Wände. Unter anderem sind die Gipsbüsten von dem Komponisten Aram Chatschaturjan, den Musikwissenschaftler Komitas Vardapet, den Dichter Howhannes Tumanjan und den Dichter und Literaturwissenschaftler Paroujr Sewak zu bestaunen gewesen. Erst Anfang der 20er Jahre wurden die Skulpturen von Vandalen zerstört. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann der Zerfall. Im November 2025 ist alles frei zugänglich und zu zerstören gibt es eigentlich nichts mehr. Die noch rund 5.000 Einwohner (von ehemals 10.000) der Stadt denken gerne an die Zeit zurück, wo noch reges Treiben im Zentrum von Jermuk herrschte. Junge und alte Menschen nutzten das große Freizeitangebot des Kultur- und Sportzentrums. Es gab schließlich ein großes Schwimmbad, eine imposante Konzerthalle (mit drehbarer Bühne) und andere Freizeitangebote in dem dreistöckigen Gebäude. Aber auch heute bietet die Stadt moderne Spa-Hotels und eine wunderschöne Landschaft. Derzeit ist eine armenische Bank Eigentümer des Gebäudes. Diese hat das Sport- und Kulturzentrum von Jermuk von einem Unternehmer, der in finanzielle Not geraten ist, beschlagnahmt.
























