1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

Stasi-Bunker Gosen
Die Anlage trug den Decknamen "Kombinat". Sie wurde offiziell als Ausweichführungsstelle (AFüSt) der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) und als HNZ-108 (Hauptnachrichtenzentrale) bezeichnet. Zur Tarnung wurde das Objekt als „Versorgungseinrichtung des Ministerrats der DDR“ legendiert. Die Hauptaufgabe der HVA war die Beschaffung von Informationen (politische, militärische, wirtschaftliche und technologische Spionage) im westlichen Ausland, insbesondere der Bundesrepublik Deutschland. Der Bunker wurde am Rande von Gosen in einem Waldstück errichtet, in direkter Nachbarschaft zu einer Schule für HVA-Mitarbeiter (sogenannte „Kundschafter des Friedens“). Der Bau der massiven unterirdischen Anlage begann ab Mai 1982. Die offizielle Übergabe an Markus Wolf erfolgte am 10. Mai 1984. Der Bunker sollte im Krisen- oder Spannungsfall (Krieg) als geschützter Gefechtsstand dienen, um von dort aus die Spionageaktivitäten im Ausland weiterhin koordinieren und leiten zu können. Die Anlage liegt etwa fünf Meter tief unter der Erde und umfasste eine Nutzfläche von etwa 750 bis 1.100 Quadratmetern. Sie sollte bis zu 135 Personen Schutz und Arbeitsmöglichkeiten bieten. Die Bunkerzugänge waren in einer unscheinbaren Tarnhalle verborgen. Der Bunker war bis kurz vor dem Ende der DDR in Betrieb. Im Zuge der Auflösung des MfS und der HVA wurde die geschützte Ausweichführungsstelle in Gosen geschlossen. Heute wird der Bunker vom Verein Bunker-Dokumentationsstätten betreut und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Er dient als authentisches Museum und Dokumentationsstätte, die tiefe Einblicke in die Welt der DDR-Auslandsspionage und die militärischen Vorbereitungen des Kalten Krieges bietet. Regelmäßig finden Führungen und Sonderveranstaltungen mit Zeitzeugen statt. Die Führung fanden wir interessant und informativ. Von der vorhandenen Ausstattung hat uns der Stasi-Bunker in Machern aber besser gefallen.
























