1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

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Kernkraftwerk Rheinsberg (1966–1990)
Das Kernkraftwerk Rheinsberg war das erste kommerzielle Atomkraftwerk der DDR und markierte den Einstieg des Landes in die zivile Nutzung der Kernenergie. Der Bau begann 1960 am Ufer des Stechlinsees; am 11. Oktober 1966 ging der Reaktor vom sowjetischen Typ WWER‑70 offiziell in Betrieb.
Mit einer elektrischen Leistung von 70 Megawatt diente das Kraftwerk vor allem als Pilot- und Ausbildungsanlage. Hier wurden Ingenieure und Betriebspersonal für die späteren Großkraftwerke der DDR, darunter Lubmin/Greifswald, ausgebildet. Rheinsberg galt lange als „Vorzeigeprojekt“ der ostdeutschen Energiewirtschaft.
Nach rund 24 Betriebsjahren wurde das Kraftwerk am 1. Juni 1990 abgeschaltet. Ausschlaggebend waren sicherheitstechnische Anforderungen, die nach internationalen Standards nicht mehr erfüllt werden konnten. Damit war Rheinsberg das erste stillgelegte Kernkraftwerk Deutschlands.
Seit 1995 befindet sich die Anlage im Rückbau, der in mehreren Etappen erfolgt. Ziel ist der vollständige „grüne Wiese“-Zustand. Das ehemalige Maschinenhaus steht heute unter Denkmalschutz und erinnert an die frühe Phase der Kernenergienutzung in der DDR. Wir besuchten das Kraftwerk im Rahmen einer öffentlichen Führung, die wirklich interessant war. Wir sahen einige historische Schaltwarten, das Turbinenhaus, ein kleines Museum, den architektonisch interessanten Eingansbereich der Verwaltung und konnten einen Blick durch ein Bullauge in die Reaktorhalle werfen. Der Kernreaktor und die Brennstäbe sind aber mittlerweil entsorgt. Auf Grund der komplizierten baulichen Gegebenheiten wird sich der Rückbau aber noch mindestens 20 Jahre hinziehen.
























