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FDGB Ferienheim „Hermann Duncker“

Das ehemalige Ferienheim ist ein sehr bekannter Lost Place im Harz. Nach über 30 Jahren Leerstand ist der Verfall recht fortgeschritten. Der Tanzsaal ist bereits eingefallen und vom Betreten der oberen Stockwerke würde ich abraten, da die ersten Decken schon runtergefallen sind. Trotzdem gab es noch einiges im Objekt zu entdecken.

Noch einiges zur Geschichte: 1909 wurde das Gebäude als „Villa Waldpark“ errichtet. Während des Ersten Weltkriegs diente es als Lazarett. Anschließend hieß es “Kurhotel Barenberger Hof” – später Erholungsheim Barenberg der Deutschen Werke Kiel/Friedrichsort. 1924 wurde das Gebäude um einen Speisesaal erweitert. Nach 1945 übernahm der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) die Anlage und nutzte sie als Ferienheim. In den 1950er Jahren wurde es in “Erholungsheim Einheit” umbenannt; in den 1960ern erhielt es den Namen „FDGB‑Erholungsheim Hermann Duncker“, zu Ehren des KPD‑Gründers und FDGB‑Rektors Hermann Duncker (1874–1960). Das Haus bot repräsentative Räume für mehrere hundert FDGB‑Urlauber und war Teil des offiziellen „Kurortes der Werktätigen“, wie Schierke in der DDR genannt wurde. Architektonisch kombinierte es massive Steinbauweise mit Fachwerkelementen; ein großer Saal und klassische Korbbogenformen waren typisch. 1995 wurde der Betrieb eingestellt. 2002 plante ein Berliner Investor eine Umnutzung zum luxuriösen Boutique‑Hotel mit 15 Suiten, 55 Komfortzimmern und Wellnessbereich – das Projekt scheiterte jedoch.

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