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Brikettfabrik Knappenrode

Wir haben schon einige leergeräumte Brikettfabriken und Kohlekraftwerke gesehen. Darum ist auch mal interessant eine Fabrik mit Inventar zu sehen, auch wenn es „nur“ ein Museum ist. Die Energiefabrik Knappenrode ist ein faszinierendes Zeugnis deutscher Industriekultur und erzählt die Geschichte der Braunkohleverarbeitung in der Lausitz über mehr als ein Jahrhundert hinweg. Sie wurde 1913 durch den Unternehmer Joseph Werminghoff gegründet. Ab 1918 begann die Produktion, die bis 1924 vollständig in Betrieb ging. Bis zur Stilllegung 1993 wurden rund 67 Millionen Tonnen Braunkohlenbriketts gepresst. Die Fabrik verfügte über ein eigenes Kraftwerk und Kesselhaus zur Energieversorgung und galt bis 1946 als modernste Brikettfabrik Deutschlands. Am 16. März 1978 kam es zu einer Kohlenstaubverpuffung, bei der fünf Menschen ums Leben kamen.Nach der Stilllegung wurde die Anlage 1994 als Museum eröffnet und ist heute Teil des Sächsischen Industriemuseums. Die historische Backsteinarchitektur und die dampfbetriebene Technik blieben nahezu vollständig erhalten und sind für alle Leute die sich für Industriekultur interessieren einen Besuch Wert.

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