1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

Kraftfahrer-Kaserne
Die Kaserne wurde 1937 nach Plänen des Architekten Otto Risse im Stil der NS-Zeit erbaut. Sie diente der Wehrmacht als Kraftfahrer- und Versorgereinheit (Kraftfahr-Abteilungen). Zwischen 1937 und 1945 beherbergte das Gelände auch eine Polizeireitschule, in der berittene Polizisten ausgebildet wurden. Mit Kriegsende übernahmen sowjetische Truppen die Kaserne und nutzten sie bis 1994 als Garnisonsstützpunkt. Seit dem vollständigen Abzug der sowjetischen Truppen 1994 stand die Kaserne ungenutzt und wurde allmählich zum Denkmalschutzobjekt. Anfang der 2000er Jahre wurden sämtliche DDR-Bauten abgerissen und nur die Gebäude aus den 30igern wurden erhalten. Anfang 2024 wurde endgültig ein Käufer gefunden, der die Umwandlung in ein kombiniertes Wohn-, Gewerbe- und Kreativquartier anstrebt. Heute sind die Gebäude im wesentichen entkernt. Beeindruckend ist jedoch die historische Architektur der Kaserne.
























