1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

Byurakan Observatorium
Bei unserem Armenientrip konnten wir das Byurakan Observatorium offiziell besuchen. Es befindet sich auf einer Höhe von 1.500 m in der Nähe von Jerewan. Das Observatorium wurde 1946 von Wiktor Hambardsumjan gegründet und war eines der Zentren für Astronomie der Sowjetunion. Von der Forschungseinrichtung wurden besondere Sternhaufen, die Bewegungshaufen entdeckt (1947), über tausend Flackersterne, dutzende Supernovae, hunderte Herbig-Haro-Objekte und Nebel und hunderte Galaxien. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor es an Bedeutung, ist aber heute dank internationaler Einbindung teilweise noch in Betrieb. Highlight ist das ZTA-2.6-Teleskop. Es wurde von LOMO (Leningrad Optical-Mechanical Association, St. Petersburg, Russland) gebaut und später mit dem Flugzeug nach Armenien transportiert und ist das größte Teleskop im Institut. Der Durchmesser des Hauptspiegels ist 260 cm. Er wiegt 4 Tonnen. Das beindruckende Gerät konnten wir mit einer Führung von außen und innen besichtigen.


















