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Wechselgefechtsstand der 16. Luftarmee

Am Rande eines Truppenübungsplatzes führt eine Betonplattenstraße ca. 1 km an einem verlassenen Kontrolldurchlass vorbei, direkt vor das Objekt. Bis 1988 war hier der Wechselgefechtsstand und danach die rückwärtige Führungsstelle der 16. Luftarmee mit Sitz in Wünsdorf. Neben dem Bunker bestand das Objekt aus einem Stabsgebäude, Sauna, Kfz-Garage, Lagerkeller und zwei Netzersatzanlagen im Umfeld.

Der sehr große Bunker (ca. 40m x 35m) ist 2-etagig ausgebaut. Die Russen haben einfach zwei Bogendeckungen für die Flugplätze vom Typ AU-11 parallel und mit etwas Abstand zueinander errichtet und an einer Kopfseite über einen monolithischen Verbindungsbau zusammengefasst. Leider sind keine Einrichtungsgegenstände mehr hinterlassen worden, da sich das Bauwerk zum Zeitpunkt der Aufgabe durch die sowjetischen Streitkräfte gerade in der Modernisierung befand. Die Fliesen und die Anstriche scheinen aber noch erneuert worden zu sein. Die Bunkereingänge wurden nach dem Abzug der GSSD mit Beton zugegossen. Ein Eingang wurde wieder unter dem Beton aufgegraben und kann kriechend benutzt werden. Einige Gebäude wurden 2019 bei einem Waldbrand vernichtet. Der 1. Besuch war 2020. Bei einem Revisit im März 2026 war ein weiterer Waldbrand und ein Sturm über das Objekt gefegt. Man musste dutzende umgestürzte Bäume auf dem Weg zum Bunker überklettern. Es gab keinen Weg mehr. Dafür war der Eingang richtig freigelegt. Kein Kriechen mehr.

Bilder vom Revisit im März 2026

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