1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

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Writer House am Sevansee
Auf einer Halbinsel am Sevansee sahen wir von einem Hügel dieses markante Gebäude unter uns. Als wir es näher betrachteten, beeindruckte uns die ungewöhnliche Architektur. Durch seine abgerundete Form und das Herausragen über eine Felsklippe, sticht es jedem Besucher sofort ins Auge. Wir dachten das Gebäude ist verlassen. Als wir die Treppe hoch gegangen sind und die Tür anfassten war sie offen. Ein netter Herr begrüßte uns, es war ein Kaffee, wir waren die einzigen Gäste. Das Design und Inventar war noch original 60iger Jahre, wunderschön. Naürlich machten wir viele Fotos. Das benachbarte Hotel war aber nicht in Nutzung, vielleicht weil im November Nebensaison ist. Trotzdem es kein Lost Place ist will Euch die beiden interessanten Gebäude nicht vorenthalten, da sie ein Besuch wert sind, wenn man mal Armenien besucht.
Die Geschichte des Objekts ist sehr interessant. Das Sevan Writer House wurde 1932–1935 von den armenischen Architekten Gevorg Kochar und Mikael Mazmanyan entworfen. Das Hauptgebäude, die sogenannte Residence Hall, ist ein vierstöckiger Bau im konstruktivistischen Stil, der sich harmonisch in die Felsenlandschaft einfügt und großzügige Ausblicke auf den Sevansee bietet. Die Architekten wurden jedoch kurz nach Fertigstellung des Gebäudes während der Stalin-Ära verhaftet und für 15 Jahre nach Sibirien deportiert. Nach ihrer Rehabilitierung kehrte Kochar zurück und entwarf 1963 einen spektakulären Anbau: das sogenannte Lounge Building. Dieser moderne Glasanbau ragt kühn über die Klippen hinaus und gilt als architektonisches Meisterwerk der sowjetischen Nachkriegsmoderne. Während das Haus in der Vergangenheit viele berühmte Schriftsteller beherbergte, fungiert es heute nur noch als Pension mit angeschlossenem Restaurant. Leider hat beides aber keine all zugute Bewertung im Netz. Das besondere sowjetische Aussehen und seine Geschichte machen es dennoch zu einer Sehenswürdigkeit am Sevansee.





















